Verbrauchs-Zentralschmieranlagen

Einleitungsanlagen für Öl oder Fett der NLGI Klassen 000,00

Anwendungsgebiete
•    Werkzeugmaschinen
•    Druckereimaschinen
•    Textilmaschinen
•    Verpackungsmaschinen
•    Windturbinen
•    Off-Road
•    Mining u.a.

Prinzip
Einleitungs- (Verbrauchs-) Zentralschmieranlagen sind geeignet für die Zufuhr relative geringer, auf den Verbrauch abgestimmter Schmierstoffmengen zu den Schmierstellen einer Maschine. Sie arbeiten intermittierend, d.h. mit Pausen.

Automatisch betriebene Anlagen lassen sich zeit- oder lastabhängig steuern. Mittels austauschbarer Dosiernippel an den Verteilern ist es möglich, jeder Schmierstelle pro Hub bzw. Arbeitsspiel der Pumpe die erforderliche Schmierstoffmenge zuzuführen. Der Dosierbereich reicht von 0,01 bis 1,5 cm³ je Schmierimpuls und Schmierstelle.

Komponenten
•    Pumpenaggregat (Kolbenpumpe oder Zahnradpumpe)
•    Kolbenverteiler
•    Dosiereinheiten
•    Steuer- und Überwachungsgerät, je nach Anlagenaufbau

Vorteile
•    Einfache Anlagenplanung
•    Baukastensystem
•    Erweiterbarkeit

Verbrauchs-Zentralschmieranlagen
Progressivanlagen für Öl oder  Fett bis NLGI-Klasse 2

Anwendungsgebiete
Werkzeugmaschinen, Druckereimaschinen, Getränkeabfüllanlagen, Baumaschinen, Holzbearbeitungsmaschinen, Pressen, Windenergieanlagen u.a.

Prinzip
Diese Anlagen fördern Öl oder Fett bis NLGI-Klasse 2 im intermittierenden Betrieb – mit oder ohne Zentrale Überwachung. Die von  der Pumpe geförderte Schmierstoffmenge wird von den einzelnen Progressivverteilern entsprechend ihrer Kolbenanzahl und der Dosiergröße aufgeteilt und den Schmierstellen zugeführt.
Die Mengenzuteilung und Weiterförderung des Schmierstoffes zur Schmierstelleerfolgt nacheinander durch Kolben, die sich zwangsgesteuert hin und her bewegen. Kolbendurchmesser und Kolbenweg bestimmen das Fördervolumen pro Schmierstelle.

Jeder Kolben kann seinen Schmierstoff erst abgeben, wenn der vorhergehende seine Dosiermenge ausgeschoben hat.

Zu jedem Kolben gehören zwei Schmierstoffauslässe an den beiden Endlagen des Kolbenweges.

Komponenten
Eine Progressivanlage besteht im Wesentlichen aus der Pumpe, Verteilern und einer Steuerung. In diesen Anlagen werden pneumatisch oder handbetätigte Kolbenpumpen sowie elektrisch betriebene Kolbenpumpen eingesetzt.

Vorteile
•    Universell einsetzbar im Hinblick auf Betriebsart (kontinuierlich/intermittierend) und Schmierstoffe
•    Zentrale Funktionsüberwachung aller Verteilerstellen mit geringem Aufwand möglich

Progressivanlagen schematisch dagestellt
Produktauswahl für Progressivanlagen

Verbrauchs-Zentralschmieranlagen

Zweileitungsanlagen für Öl oder Fett bis NLGI-Klasse 3

Anwendungsgebiete
Zweileitungsanlagen dienen vorzugsweise zur Schmierung von Maschinen und Maschinenanlagen mit großer Schmierstellenanzahl, langen Leitungen und rauen Betriebsbedingungen.
Kokereien, Hüttenwerke, Stranggussanlagen, Warm- und Kaltwalzwerke,  Adjustagen, Braunkohletagebau, Kohlekraftwerke, Zementfabriken, Schiffskräne etc.

Prinzip
Zentralschmieranlagen mit zwei Hauptleitungen, die abwechselnd beaufschlagt bzw. entlastet werden. Sie sind sowohl für Öl ISO VG mit einer Betriebsviskosität > 50 mm²/s als auch für Fett bis NLGI Klasse 3 geeignet.

Zweileitungsanlagen werden üblicherweise als Verbrauchsschmieranlagen für intermittierenden Betrieb konzipiert.

Komponenten
Zweileitungsanlagen bestehen im Wesentlichen aus einer Pumpe mit Behälter,  Umsteuerventil, Steuergerät, Zweileitungsverteilern, zwei Hauptleitungen, sowie den entsprechenden Schmierstellenleitungen und Armaturen.

Vorteile
•    Hohe Funktionssicherheit durch Differenzdruckmessung am Leitungsende (vor dem letzten Zweileitungsverteiler) bei gleichzeitiger Leckageüberwachung der Hauptleitungen
•    Große Variabilität in der Einstellung der Schmierstoffmengen je nach Schmierstoffbedarf
•    Anlagengrößen bis über 1 000 Schmierstellen in einem Bereich von 100 mtr. (gestreckte Leitungslänge) um die Pumpe möglich
•    Hohe Abschmiersicherheit an den Schmierstellen durch maximale Anlagendrücke bis 400 bar

Zweileitungsanlage